damen- vs. herrenduft
Über den Begriff Unisex und seine Bedeutung in der Nischenparfümerie
Geschrieben von Glenn Lauritz Andersson & Denis Vasilije, Duftexperten
Die meisten sind daran gewöhnt, Düfte in Damen- und Herrendüfte einzuteilen. In der Nischenwelt verschwimmen diese Grenzen jedoch zunehmend. Selbst traditionell ausgerichtete Marken fördern heute einen freien Umgang mit Duft.

Zusammenfassung
-
Die Einteilung in Damen- und Herrendüfte besteht weiterhin, doch immer mehr Menschen wählen nach persönlichem Geschmack.
-
Viele klassische Duftunterschiede beruhen eher auf Marketing und Kultur als auf technischen Regeln.
-
Unisex- und Nischenparfums zeigen, wie individuell Duftpräferenzen geworden sind.
Ein Blick auf die Parfumregale zeigt Bezeichnungen wie “Pour Homme” oder “Pour Femme”. In der Nischenparfümerie werden diese Konventionen zunehmend hinterfragt.
Die moderne Duftwelt legt den Fokus auf Individualität. Ein Parfum soll Ausdruck der Persönlichkeit sein, nicht einer Kategorie.
Einige Häuser halten dennoch an traditionellen Strukturen fest, insbesondere bei klassischen Linien.
Dass Männer und Frauen denselben Duft tragen, wird immer üblicher, da sich Noten auf unterschiedlicher Haut verschieden entwickeln.
Noten wie Kirsche, Mandel oder Rose können in Kombination mit dunklen Basisnoten eine klare Unisex-Charakteristik entwickeln.
Am Ende bestimmst du selbst die Regeln – ein Ansatz, der auch unsere Duftphilosophie bei Gents prägt.