So gelingt der perfekte Rasierschaum
Ein voller und cremiger Schaum ist die Grundlage für eine gründliche und angenehme Rasur. Um den perfekten Schaum zu erzielen, benötigen Sie drei wichtige Werkzeuge: eine gut geformte Rasierschale, einen hochwertigen Rasierpinsel sowie eine erstklassige Rasierseife oder Rasiercreme. Mit der richtigen Technik entsteht ein luftiger, aber stabiler Schaum, der den Bart aufweicht, die Haut schützt und dem Rasierer optimale Gleiteigenschaften verleiht.
Geschrieben von Glenn Andersson, Rasur-Experte
Key insights
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Ein wirklich guter Rasierschaum sollte fest und cremig sein, wie steif geschlagenes Eiweiß, mit kleinen, dichten Bläschen.
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Die Wassermenge ist entscheidend und variiert je nach Rasiercreme und Seife, weshalb bei jedem Produktwechsel angepasst und getestet werden muss.
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Perfekter Schaum zeichnet sich durch eine geschmeidige, glänzende und dicke Konsistenz ohne sichtbare Blasen und ohne klebrigen Zug zwischen den Fingern aus.
Ein guter Schaum besteht aus mikroskopisch kleinen, dichten Bläschen, die einen festen Schaum erzeugen. Sie sollten die Schale auf den Kopf stellen können und der Schaum bleibt trotzdem darin. Denken Sie an sehr steif geschlagenes Eiweiß!
Wasser ist der Schlüssel zum perfekten Schaum, und unterschiedliche Rasiercremes/-seifen benötigen unterschiedliche Mengen Wasser, um einen guten Schaum zu bilden. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie eine neue Marke von Rasiercreme/-seife kaufen, mit der Wassermenge experimentieren müssen, um das perfekte Verhältnis zu finden. So geht’s:
1. Halten Sie den Rasierpinsel unter warmes Wasser. Schütteln Sie überschüssiges Wasser ab und laden Sie den Rasierpinsel mit Rasierseife auf (reiben Sie den Pinsel mit kreisenden Bewegungen über die Seife).
2. Geben Sie den geladenen Rasierpinsel in eine separate, leere Schale. Wenn Sie Rasiercreme statt Rasierseife verwenden, geben Sie eine mandelgroße Menge Rasiercreme in die leere Schale. Schlagen Sie den Schaum auf!
3. Nehmen Sie einen Klecks Schaum zwischen Daumen und Zeigefinger. Fühlt er sich klebrig an? Entsteht ein Sog, wenn Sie Daumen und Zeigefinger zusammendrücken? Geben Sie ein paar Tropfen Wasser hinzu und schlagen Sie erneut. (Die Kunst besteht darin, die richtige Wassermenge hinzuzufügen, und anfangs kann das schwierig sein, aber mit der Zeit bekommen Sie ein Gefühl dafür.) Fahren Sie fort, bis sich der Schaum geschmeidig und glatt anfühlt und gleichzeitig reichhaltig und dick wie Schlagsahne ist. Es sollten nicht viele sichtbare Blasen vorhanden sein und kaum ein Sog zwischen Daumen und Zeigefinger entstehen. Jetzt haben Sie hoffentlich den perfekten Schaum erreicht!
4. Nun können Sie den Schaum auf den Bart auftragen. Achten Sie darauf, dass der Schaum warm ist und der Bart nass. Ein praktischer Tipp, um den Schaum während der gesamten Rasur warm zu halten: Füllen Sie das Waschbecken mit heißem Wasser und lassen Sie die Schale mit dem Schaum zwischen den einzelnen Anwendungen auf dem Wasser treiben.
Hier sehen Sie ein Video, wie es geht
Tipps
Wenn Sie nicht das ganze Gesicht rasieren, sondern nur präzise rund um einen Bart arbeiten, können Sie die Rasierschale eventuell ganz weglassen und nur Rasiercreme statt Rasierseife verwenden. Dann können Sie den Schaum direkt mit den Fingern in kreisenden Bewegungen und mit feuchten Fingerspitzen im Gesicht aufschäumen. Geben Sie bei Bedarf mehr Wasser hinzu, bis Sie den gewünschten Schaum erhalten.